Zuhause im richtigen Licht

Mit kluger Lichtplanung erstrahlen schummrige Wohnhöhlen, lassen sich spannenden Hell-Dunkel-Kontraste schaffen und Räume optisch vergrößern. Konrad Geppert, Energieberater des E-Werk Mittelbaden, weiß, wie das geht und hat eine erhellende Anleitung parat.

„Schon mit wenigen Handgriffen lässt sich schönes Licht erzielen“, ist Konrad Geppert, Energieberater des E-Werk Mittelbaden, überzeugt. Das sind seine wichtigsten Punkte:

  • „In Räumen mit wenig Tageslicht sollte auf dunkle Anstriche und Vorhänge verzichtet werden“, so Konrad Geppert. „Sie schlucken Licht. Helle Farben dagegen reflektieren und lassen Weite entstehen“, erklärt er weiter. Und bei Kunstlicht? „Hier ist ein Mix aus Hintergrund-, Akzent- und Arbeitslicht ideal. Den Hintergrund erhellen Deckenleuchten oder -fluter. Ein Dimmer dient dazu, die Helligkeit, je nach Stimmung, anzupassen.“
  • Gleichmäßig ausgeleuchtete Zimmer wirken eintönig. Auch hierfür hat der Energieberater eine bessere Lösung: „Lichtinseln kreieren abwechslungsreiche Hell-Dunkel-Kontraste. Akzentlicht – etwa durch Wandfluter – betont Bilder und Pflanzen, Lichterketten schaffen Atmosphäre.“
  • „Sie können mit Licht sogar Fehler kaschieren“, meint Konrad Geppert. „Strahlt es die Decke an, erscheint der Raum höher. Nutzt man die Wände als Reflektor, wirkt er breiter.“
  • Weiter rät der Energieberater beim Kauf von LEDs auf die Lichtfarbe zu achten: „Warmweißes Licht wirkt gemütlich und eignet sich perfekt zum Wohnen.“
  • Laut Konrad Geppert ist auch entscheidend, wo die Lichtquelle sitzt: „Je höher die Lichtquelle, desto unpersönlicher die Atmosphäre. Licht darf also ruhig auch mal von tiefer kommen!“
  • Die ideale Beleuchtung entsteht durch einen Mix aus drei Lichtquellen: Hintergrundbeleuchtung, Akzent- und Arbeitslicht.
  • Konrad Gepperts letzter Tipps: „Das schönste Licht schaffen übrigens immer noch Kerzen, da sich ihre Flamme bewegt. Keine Lampe kann da mithalten.“

Kostenloser Vortrag zur intelligenten Beleuchtung

Ein intelligentes Beleuchtungssystem ist wichtig für die Gesundheit und das Wohlbefinden des Menschen. Mit LED-Technik lässt sich der optimale Lichtkomfort schaffen. In seinem kostenlosen Vortrag in der E>welt Offenburg „LED – Mehr als nur Beleuchtung“ erklärt Konrad Geppert, wie Sie LEDs optimal einsetzen. Melden Sie sich hier oder unter 0781 280-223 kostenlos an.

Licht für mehr Konzentration

Wenn ein Arbeitszimmer nur wenig Tageslicht bekommt oder im Herbst und Winter die Sonne selten scheint, leidet die Konzentration. „Abhilfe können LED-Lampen mit hohen Lichttemperaturen ab 5.500 Kelvin schaffen“, rät Konrad Geppert. „Ihre Lichtfarbe mit einem höheren Blauanteil motiviert und fördert die Leistungsbereitschaft.“

Licht für Entspannung

Schummriges Kerzenlicht macht Räume gemütlich. „Es ist mit unter 2.000 Kelvin warmweiß“, erklärt Geppert dazu. „Lampen mit etwa 2.700 Kelvin tauchen das Wohnzimmer in sanftes Licht und beruhigen. Zusätzliche Leuchten neben oder hinter dem TV-Gerät entspannen die Augen.“ Auch eine Lichttherapie kann für Entspannung sorgen und die Stimmung aufhellen.

Licht für mehr Sicherheit

Gut ausgeleuchtete Ecken bewahren vor Unfälle. Das weiß auch der Experte und rät: „In Keller und Treppenhaus steigern Deckenleuchten mit rund 4.000 Kelvin Farbtemperatur die Sicherheit. In die Treppenstufen eingebaute Spots verhindern das Stolpern. In der Küche leuchten Spots oder Leuchtstoffröhren unter den Oberschränken die Arbeitsfläche gleichmäßig aus. Bei etwa 5.300 Kelvin Lichtfarbe lassen sich Zwiebel und Finger sicher unterscheiden!“

Licht zum wach werden

Von der Sonne geweckt zu werden, ist der beste Start in den Tag. Die Zeiten des Sonnenaufgangs lassen sich jedoch oft nur schwer mit unserem Alltag vereinbaren. Gepperts Tipps: „Bei geschlossenen Jalousien können Lichtwecker das Sonnenlicht simulieren und uns sanft zur Wunschzeit aus dem Schlaf holen.“

Gut schlafen

Wer schlecht einschlafen kann, hat häufig ein zu helles Schlafzimmer. „Zu viel Licht stört die Produktion des Hormons Melatonin, das für erholsamen Schlaf sorgt“, beschreibt Konrad Geppert und empfiehlt: „Licht aus, Raum verdunkeln und Smartphone aus dem Zimmer.“ Ein weiterer Tipp – für den nächtlichen Weg zum Klo: „Statt der kompletten Beleuchtung Bewegungsmelder mit warmweißen Lämpchen nutzen. Sie gehen automatisch an und weisen den Weg.“

Lampen und Leuchten erklärt

Watt gewusst: Was bedeuten eigentlich Kelvin, Ra-Wert oder Lumen auf der Lampenverpackung? Wir haben die Hinweise entschlüsselt.