Warmwasser sparen: die acht besten Tipps

Fast 20 Prozent der Energiekosten eines Haushaltes entfallen auf warmes Wasser – hier lohnt sich Wassersparen am meisten. Mit Energieberater Konrad Gepperts Tipps klappt es bestimmt.

1. Fließendes Wasser: Abstellen und sparen

Warmes Wasser sollte nur bei Bedarf laufen. Was das konkret bedeutet, weiß Konrad Geppert, Energieberater des E-Werk Mittelbaden: „Häufig lässt man beim Zähne putzen, Hände waschen oder Einseifen unter der Dusche das Wasser unnötig weiter laufen. Wer den Hahn abstellt, spart jährlich bis zu 5.000 Liter Wasser und jede Menge Energie für Warmwasser.“

2. Regler: Alles in einem Griff

Laut Konrad Geppert beeinflusst auch die Wahl des Griffs am Waschbecken den Wasserverbrauch: „Bei Zweigriff-Reglern für Kalt- und Warmwasser fließt viel Wasser ungenutzt bis die gewünschte Temperatur erreicht ist“, erklärt der Experte. „Einhandmischer regulieren Wassermenge und Wassertemperatur dagegen deutlich effizienter, bei Selbstschlussarmaturen fließt das Wasser nur wenige Sekunden.“

3. Perlator: Sprudelnd Energie sparen

Ein weiterer Tipp des Energieexperten: Der Einsatz eines Luftsprudlers am Handwaschbecken. „Er versetzt den Wasserstrahl mit Luft, der dann weicher, voluminöser ist und der Wasserverbrauch sinkt um rund 50 Prozent“, so Geppert.

4. Kalt duschen: Mann oder Memme

Am meisten spart, wer kein Warmwasser verbraucht. „Warum also nicht im Sommer kalt oder kälter duschen?“, fragt Konrad Geppert und weiß: „Das erfrischt, bringt den Kreislauf in Schwung und spart Energie für die Erwärmung des Wassers.“

5. Duschen: Sparsamer als baden

„Ein Vollbad benötigt etwa doppelt soviel Energie und Wasser wie ein 10minütiges Duschbad“, rechnet Energieberater Konrad Geppert vor. „Für ein Vollbad in der Wanne müssen rund 120 Liter Wasser erwärmt werden, fürs Duschen nur 30 bis 40 Liter“, erklärt er weiter und rät: „Wer nicht aufs Baden verzichten, aber trotzdem sparen will, füllt die Badewanne nur halb voll.“

6. Sparduschkopf: Halbiert den Verbrauch

Sie wollen Wasser und Energie sparen, ohne kürzer zu duschen? „Dann sollte ein Sparduschkopf installiert werden“, empfiehlt Konrad Geppert. „Mehr als 57.000 Liter oder 360 Badewannen voll Wasser kann ein Vier-Personen-Haushalt mit der Installation jährlich einsparen“, so der Energieberater weiter. „Der Sparduschkopf reduziert den Verbrauch von Wasser und Energie zum Aufheizen um die Hälfte.“ Wer wissen will, ob sich für ihn ein Sparduschkopf lohnt, für den hat Konrad Geppert einen weiteren Tipp: „Duschbrause in einen Putzeimer (Inhalt 10 Liter) legen und Wasser voll aufdrehen. Wenn der Eimer innerhalb einer Minute oder schneller überläuft, lohnt sich ein Sparduschkopf.“

7. Wassertemperatur: Sparen kann krank machen

Die Warmwassertemperatur herunterregeln ist laut Konrad Geppert keine Lösung. „So können sich Legionellen und andere gesundheitsschädliche Bakterien im Hausleitungsnetz ausbreiten.“ Der Experte rät: „Auch im Sommer die Warmwassertemperatur bei mindestens 55 Grad halten. Nach längerer Abwesenheit, wenn etwa während der Ferien das Wasser wochenlang in den Rohren stand, die Leitungen erst einmal mit heißem Wasser durchspülen, bevor das Wasser wieder getrunken wird.“

8. Solarthermie: Warmes Wasser kostenlos

Zu guter Letzt weist Konrad Geppert darauf hin, dass die Warmwasserkosten neben der Verbrauchsmenge auch davon abhängen, wie das Wasser erwärmt wird. „In zentralen Heizsystemen geschieht das mit Öl, Gas oder Fernwärme, dezentrale Systeme wie Durchlauferhitzer oder Boiler verwenden dazu Strom. Eine Solarthermieanlage auf dem Dach unterstützt mit kostenloser Sonnenwärme die Heizung und spart bis zu 60 Prozent der Energie für die Warmwasserversorgung“, erläutert der Energieexperte.


Unser Leitungswasser ist von bester Qualität. Umso mehr sollten wir daher umsichtig mit der Ressource Wasser umgehen – dazu gehört auch unser Grundwasser zu schützen.