Dämmen mit kleinem Budget

Schon mit einfachen Dämmmaßnahmen lassen sich Heizkosten im Altbau senken und gleichzeitig der Wohnkomfort erhöhen. Energieberater Konrad Geppert kennt fünf Tricks, wie Sie mit wenig Geld und ohne großen Aufwand die Wärme im Haus halten.

Fenster und Türen abdichten

Eisiger Wind bläst durch die Ritzen alter Fenster und Türen? Dann hilft laut Konrad Geppert erst mal nur eines: Spurensuche. „Suchen Sie mit einer Kerzenflamme nach Zugluft: Wo sie flackert, zieht’s“, erklärt der Energieexperte. Danach hilft nur eines: „Ab in den Baumarkt und Gummiprofile kaufen. Die sind nicht teuer und lassen sich einfach an den Fensterrahmen aufkleben. An Wohnungstüren helfen unten angeschraubte Bürsten, die über die ganze Breite den Spalt zur Türschwelle verdecken.“ Konrad Geppert rät hier jedoch zur Vorsicht:  „Weniger Zugluft bedeutet auch, dass mehr Feuchtigkeit in der Wohnung bleibt. Lüften Sie daher öfter, um Schimmel zu vermeiden. Fenster nur zu kippen, hilft wenig.“ Seine Tipps: Besser dreimal am Tag bis zu fünf Minuten querlüften. Dafür Heizkörper abdrehen und alle Fenster sowie Türen öffnen. „Der Energiespar- und Wohlfühleffekt sind enorm“, so Geppert. Wer sich rund um das Thema Schimmel in Wohnräumen informieren möchte, erfährt im kostenlosen Vortrag in der E>welt in Offenburg mehr zur Entstehung, Vermeidung und Vorbeugung.

Spitzboden dämmen

„Bis zu 40 Prozent gehen über ein ungedämmtes Dach verloren“, erläutert Energieberater Konrad Geppert. Er rät deshalb: „Wird das Dachgeschoss nicht bewohnt und nur als Abstellraum genutzt, bietet es sich an, entsprechend dicke Dämmplatten lückenlos auf dem Fußboden des Speichers zu verlegen.“ Wichtig ist laut Geppert vor allem, dass Kamine für den Schornsteinfeger zugänglich bleiben müssen. „Das Verlegen der Dämmplatten können auch Laien rasch erledigen. Mehr handwerkliches Geschick braucht es bei einer Auf-, Unter- oder Zwischensparrendämmung des Daches, die aufwendiger und teurer ist“, erklärt der Experte. Seine Empfehlung: „Lassen Sie sich vorher von einem Fachmann gut beraten, damit keine Baumängel auftreten. Das Dachgeschoss lässt sich danach als Wohnraum nutzen“.

Kellerdecke dämmen

Hohe Heizkosten und trotzdem kalte Füße? „Durch einen unbeheizten Keller verschwinden bis zu zehn Prozent Wärme“, weiß Konrad Geppert dazu. „Läufer oder Teppiche auslegen, hilft ein wenig. Menschen empfinden die Temperatur in Räumen mit Teppichboden um zwei Grad wärmer als in Räumen mit Bodenbelägen aus Stein und Fliesen“, so der Energieberater weiter und hat noch mehr Tipps: „Dämmen Sie die Kellerdecke von unten und kleben Sie geeignete Dämmplatten vollflächig an die Decke. Mit etwas handwerklichem Geschick lässt sich auch diese einfache Arbeit günstig in Eigenregie meistern. Sobald im Erdgeschoss keiner mehr kalte Füße bekommt, hat sich die Investition gelohnt.“

Heizungsrohre ummanteln

„Ist’s im Keller mollig warm, geben Warmwasser- und Heizungsrohre Wärme ab, die dann zum Heizen der Wohnung fehlt“, erklärt der Energieberater und hat auch gleich die Lösung parat: „Rohrummantelungen aus Polyethylen isolieren die Rohre. Es gibt sie in verschiedenen Stärken in jedem Baumarkt zu kaufen. Auch mit Aluminium umhülltes Dämmmaterial aus Mineralwolle eignet sich. Kostet wenig und spart sofort bis zu acht Prozent Heizkosten.“ Diese einfache Dämmmaßnahme kann laut Konrad Geppert jeder.

Schlupfloch schließen

„Oft vergessen wird der Dunstabzug in der Küche“, weiß Experte Geppert. Der Abzug befördert nicht nur Dampf und Essensgerüche ins Freie, sondern auch Wärme. „Bis zu 2900 Kilowattstunden Wärme pro Jahr verschwinden mit der Abluft durch das Rohr“, erklärt er weiter. Seine Lösung: „Bauen Sie einen gedämmten Mauerkasten ein. Der öffnet nur, wenn der Dunstabzug auch wirklich arbeitet.“