Legionellen-Schutz zu Hause

Immer wieder verunsichern Meldungen über Legionellen Hausbesitzer. Energieberater Konrad Geppert erklärt, wie gefährlich die Bakterien sind und wie man ihnen vorbeugen kann.

Beim Duschen, in Whirlpools, an Wasserfällen: Überall wo Wasser zerstäubt, können Legionellen über feine Tröpfchen übertragen werden. Wer sie einatmet, kann an einer schweren Lungenentzündung erkranken. „In geringen Mengen sind Legionellen aber ein ganz natürlicher Bestandteil des Grundwassers und gesundheitlich unbedenklich“, erklärt Konrad Geppert, Energieberater des E-Werk Mittelbaden. „Der Grenzwert liegt bei 100 Legionellen pro 100 Milliliter – erst darüber wird es gefährlich.“ Doch, dass dieser Wert überschritten wird, lässt sich verhindern. Der Experte Konrad Geppert weiß wie.

Legionellen vorbeugen

„Die Bakterien vermehren sich nur stark, wenn das Wasser lange im Leitungssystem steht und dort eine Temperatur von 25 bis 55 Grad herrscht“, so Geppert. Der Experte führt die wichtigsten Regelungen dazu auf: In Mehrfamilienhäusern darf die Temperatur im Leitungssystem nicht unter 55 Grad liegen. Außerdem sind Hausbesitzer mit mehr als drei Mietwohnungen verpflichtet, das Wasser alle drei Jahre auf Legionellen untersuchen zu lassen. In Einfamilienhäusern sind die Bewohner selber dafür verantwortlich.

Auch wie Sie zusätzlich vorbeugen weiß der Experte: „Wenn Sie länger als drei Tage kein Wasser genutzt haben, lassen Sie das in den Leitungen stehende Wasser ablaufen. Sie erkennen frisches Wasser daran, dass es deutlich kälter ist. Falls Sie die Dusche längere Zeit nicht genutzt haben, spülen Sie sie mehrere Minuten mit heißem Wasser durch. Öffnen Sie dabei das Fenster und verlassen den Raum.“

Legionellenschaltung

Keine Sicherheit bieten laut Geppert dagegen sogenannte „Legionellenschaltungen“, die das Wasser kurzzeitig auf 60 Grad Celsius erhitzen, ansonsten aber Temperaturen unter 55 Grad zulassen. „Legionellen sterben erst ab 70 Grad Celsius ab; bei kuschligen 25 bis 55 Grad fühlen sie sich dagegen besonders wohl“, so der Energieberater.

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